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Kleinplaneten-Begriffe - Dr. Christian Pinter - Astronomische Beobachtungstipps

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Dr. Christian Pinter
Beobachtungstipps
Astronomische
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Resonanzzonen

1867 waren dem US-Astronomen Daniel Kirkwood Lücken im Kleinplanetengürtel aufgefallen. Diese materiearmen Zonen liegen dort, wo die Umlaufzeiten von Asteroiden in einer einfachen, ganzzahligen Resonanz mit der Umlaufszeit des Jupiters (er braucht 11,86 Jahre für einen Sonnenumlauf) stehen würden.

Prominente Resonanzen lauten 4:1, 3:1, 2:1 sowie 5:2 und 7:3: Besonders ausgeprägt ist die Verarmung an Objekten bei der 3:1 Resonanz in 2,5 AU.

Die Resonanzzonen strukturieren das Kleinplanetenreich zwischen Mars und Jupiter, teilen es in einen inneren Gürtel (etwa 2,1 bis 2,5 AU), mittleren Gürtel (etwa 2,5 bis 2,82 AU) und äußeren Gürtel (etwa ab 2,82 AU).


Gestörte Kreise

Geraten Himmelskörper in die oben genannten Resonanzzonen, kommt ihnen der Riesenplanet häufiger näher als den anderen Objekten. Er stört ihre Kreise entsprechend öfter und damit stärker mit seiner Schwerkraft, zieht ihre Bahnellipsen immer mehr in die Länge. Der innerste Bahnpunkt kann z.B. Richtung Sonne marschieren.

Driften die Mitglieder einer Kleinplanetenfamilie langsam auseinander, was auch am Jarkowski-Effekt liegt, landen manche in solchen Resonanzzonen. In relativ kurzer Zeit können sie dann die Orbits von Mars, Erde, Venus oder Merkur kreuzen.


Gefährliche Rendezvous

Begegnungen sind unausweichlich. Dabei werden die Irrläufer von den vier terrestrischen Planeten fortgeschleudert, stürzen in die Sonne oder kollidieren sogar mit den Welten oder ihren Monden.

Größere Projektile schlagen Krater, kleinere gehen als Meteorite nieder. Winzige verdampfen in den Planetenatmosphären und werden so zu Meteoren.
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