Weiteres - Dr. Christian Pinter - Astronomische Beobachtungstipps

Dr. Christian Pinter
Beobachtungstipps
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Was haben Sternschnuppen, Polarlichter und Leuchtende Nachtwolken gemeinsam? Sie treten in großen Höhen auf, wo die atmosphärischen Gase sehr dünn sind. Und sie benötigen Teilchen aus dem All zu ihrer Entstehung.
Sternschnuppen
Unter einem Meteor ("Sternschnuppe") verstehen wir die sichtbare Leuchterscheinung, die das aus dem All heran rasende Teilchen (genannt "Meteoroid") in der dünnen Luft auslöst. Die Teilchen selbst sind winzig und besitzen Massen zwischen 10 mg und 1 g.
Sie rühren von Kometen sowie kollidierten Kleinplaneten her und treten mit 12 bis 71 km/sec in die Atmosphäre ein.

In 120 km bis 50 km Höhe verdampfen sie. Typische Leuchthöhen liegen bei etwa 90 km Höhe.

Näheres zur Beobachtung lesen Sie hier.
Leuchtende Nachtwolken
Meteorstaub ist auch nötig, um Leuchtende Nachtwolken auftauchen zu lassen. Sie bilden sich im Juni und im Juli in etwas über 80 km Höhe über der arktisnahen Mesosphäre. Wir sehen hier Eisteilchen, die 10 bis 100 mal kleiner sind als jene in Cirrus-Wolken.

Die ungewöhnlich hoch schwebenden Teilchen werden noch vom Sonnenlicht getroffen, wenn alle anderen Wolken bereits im Erdschatten liegen.
Die Teilchen streuen das Sonnenlicht und schimmern eigentlich bläulich. Aufgrund ihrer (aus unserer Perspektive) niedrigen Lage über dem Horizont erscheinen sie aber oft gelblich (Extinktion).
Damit die Eisteilchen in derartigen Höhe kondensieren können, braucht es Kondensationskerne. Diese Rolle spielt der Meteorstaub.

Näheres zur Beobachtung finden Sie hier.
Polarlichter
Ausbrüche auf der Sonne schleudern geladene Teilchen ins All. Elektronen werden vom Erdmagnetfeld eingefangen, beschleunigt und in Richtung der geomagnetischen Pole abgelenkt.

Über den arktischen bzw. antarktischen Gebieten regen sie die Erdatmosphäre zur Lichtabgabe an.

In 190 km Höhe und mehr leuchtet atmosphärischer Sauerstoff rot, darunter grün. Bei starkem Teilchenstrom steuern atmosphärische Stickstoffmoleküle rote, blaue und violett Töne bei.

Näheres sowie Tipps für die eigene Beobachtung lesen Sie hier.
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