Jupiter - Mythologie
Als strahlend heller Lichtpunkt war dieser Wandelstern seit Alters her bekannt. Ein kompletter Lauf durch den Tierkreis dauert 12 Jahre; ebenso viele Monde kennt ein Jahr. Damit stand dieses Gestirn für die himmlische Ordnung und für Vollkommenheit schlechthin.
Zeus führte die Götter des Olymp an. Hier thront er am Giebel der Athener Akademie
Zwar ist die Venus heller, bleibt aber nie die ganze Nacht über sichtbar. Und der Mars überflügelt den Jupiter nur gelegentlich im Glanz. So geriet dieser Planet auch zu einem Sinnbild besonderer Beständigkeit.
Jupiter im Nürnberger Barockgarten
Bei den Babyloniern repräsentierte er den hohen Gott Marduk, zu dem der König in engstem Verhältnis stand.
Bei den Griechen symbolisierte er den Göttervater Zeus.
Bei den Römern glänzte er für den überaus mächtigen Gott Jupiter.
Geweiht wurde ihm der Donnerstag, was im Italienischen noch heute klar zum Ausdruck kommt (Jupiter: Giove, Donnerstag: giovedi).
Der englische Thursday (norwegisch: torsdag) leitet sich von Jupiters nordgermanischer Entsprechung Thor ab. Thor war auch als Donnergott bekannt; daran erinnert uns die kontinentalgermanische Bezeichnung Donar. Davon wiederum stammt unser Begriff Donnerstag.
Zurück in südlichere Gefilde: Aus dem italienischen Giove (Jupiter) entstand unser Begriff jovial - was soviel wie heiter, lebensfroh, freundlich oder gönnerhaft bedeuten mag. In Anspielung darauf komponierte Johann Strauß Sohn den Walzer Die Jovialen (Uraufführung 1846).
Übrigens: Dass Wolfgang Amadeus Mozart beim Verfassen seiner letzten Sinfonie an den Gott oder den Planeten Jupiter gedacht haben soll, ist eine Mähr. Der Beiname Jupitersinfonie kam erst nach Mozarts Tod auf. Er sollte wohl die Vollkommenheit des Werks unterstreichen.Foto links: Mozart-Denkmal auf dem Kapuzinerberg, Salzburg
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