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Venus - aktuelle Sichtbarkeit - Dr. Christian Pinter - Astronomische Beobachtungstipps

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Dr. Christian Pinter
Astronomische
Beobachtungstipps
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Die Venus - aktuelle Sichtbarkeit
Den Großteil des Jahres 2025 spielte die Venus Morgenstern. Ab Februar 2026 sehen wir sie wieder in der Abenddämmerung, und das bis September.

Von April bis Juli 2026 glänzt sie besonders auffällig im Westen. Am 12. August ist sie zur Hälfte beleuchtet (Dichotomie genannt; Daten nach der Software Guide). Sie erscheint uns dann unter einem Winkel von nur 24 Bogensekunden. Am
15. August erreicht sie den größten östlichen Winkelabstand zur Sonne (46 Grad). Sie sinkt dann am Westhimmel allerdings auch immer tiefer.

Außerdem kommt es zu bemerkenswerten Stelldicheins am Himmel - mit dem Mond, den Plejaden sowie mit den Planeten Uranus und Jupiter. Schlussendlich wird die Venus sogar vom Mond bedeckt!


Zahlreiche Höhepunkte:


9. Februar 2026: Die Venus beginnt ihre Abendsichtbarkeit

Anfangs finden wir sie in der frühen Abenddämmerung ganz tief über dem Westhorizont. Danach baut sie ihre diesjährige Abendsichtbarkeit langsam aus.

20. Februar 2026 und Tage danach: Venus hilft bei der Suche nach Merkur

Einige Tage lang steht Venus etwa 6 oder 7 Grad tiefer als der sonnennächste Planet Merkur; zunehmend aber etwas links der Vertikalen.

19. April 2026: Venus unweit Mondsichel und Plejaden

Nachdem der Mond Plejadensterne bedeckt hat, weilt die Venus abends keine 8 Grad südlich der Mondsichel und damit schon recht niedrig über dem Horizont. Ein Objektiv von 50 bis 80 mm Brennweite sollte  die ganze Szenerie auf einmal abbilden: Bei Belichtungszeiten bis etwa 4  Sekunden mag man sich mit dem 50er sogar die Nachführung sparen können.

23. April 2026: Venus passiert Uranus

Der nur im Fernglas sichtbare Planet Uranus weilt 0,8 Grad links der Venus. Beobachtungszeit (Raum Wien): etwa 21:15 MESZ.

24. April 2026: Venus nahe Plejaden

Die Venus zieht etwa 3,5 Grad östlich (links) des offenen Sternhaufens der Plejaden vorbei. Beobachtungszeit: etwa 21:15 MESZ. Ein zum Ausgleich der Erdumdrehung möglichst nachgeführtes Foto mit etwa 135 mm Brennweite mag gleichzeitig auch den Uranus mit einfangen.

26. April 2026: Venus zwischen Hyaden und Plejaden

Die Venus durchschreitet das Goldene Tor. So nennt man die Region zwischen Plejaden und Hyaden: Beide sind offene Sternhaufen im Sternbild Stier. Beobachtungszeit im Großraum Wien: etwa 21:15 MESZ. Wenige Tage vor und nach diesem Termin ist der Anblick ähnlich.

14. Mai 2026: Venus zwischen Stierhörnern

Die Venus steht gewissermaßen zwischen den Hornspitzen des Stiers. Beobachtungszeit (Raum Wien): grob 21:30 MESZ.

18. Mai 2026: Mond unweit Venus

Der erst zwei Tage alte Mond weilt 5 Grad rechts der Venus. Eine günstige Beobachtungszeit ist etwa gegen 21:30 MESZ.

8. Juni 2026: Venus nahe Jupiter

Die Venus schiebt sich an den lichtschwächeren Jupiter abends bis auf 1,8 Grad heran. Ein hübscher Anblick gegen 22 Uhr MESZ.

9. Juni 2026: Venus nahe Jupiter

Die Venus passiert den schwächeren Jupiter in 1,6 Grad Abstand. Ein hübscher Anblick gegen 22 Uhr MESZ.

11. Juni 2026: Venus, Castor und Pollux auf Linie

Venus und die beiden hellsten Sterne der Zwillinge, Castor und Pollux, stehen in einer Linie.

17. Juni 2026: Mond sehr nahe Venus

Nun kommt es zu einer sehr engen Begegnung der Venus mit dem jungen Mond, der in der Abenddämmerung etwa 1 Grad an die Venus heranrückt. Beobachtungszeit: sehr grob 22:00 Uhr MESZ.

19. Juni 2026: Venus nahe Krippe

Die Venus steht etwa 1 Grad oberhalb des offenen Sternhaufens M44 (auch Krippe genannt)  im Krebs. Wegen der Lichtschwäche der Haufensterne sowie des niedrigen  Stands empfiehlt sich ein schwach vergrößerndes Teleskop oder ein  Fernglas. Beobachtungszeit: sehr grob 22:00 Uhr MESZ.

10. Juli 2026: Venus nahe Regulus

Wir finden die Venus 1 Grad oberhalb des Regulus,  Hauptstern des Löwen. Beobachtungszeit: vor bzw. gegen 22 Uhr MESZ.  Auch einige Tage vor und nach diesem Termin passen beide Gestirne  gleichzeitig ins enge Gesichtsfeld eines Fernglases.

17. Juli 2026: Mond unweit Venus

Eine neuerliche Begegnung der Venus mit dem Mond. Abstand: 3,5 Grad. Beide Gestirne passen dabei sicher noch gleichzeitig ins Gesichtsfeld eines Fernglases. Beobachtungszeit: gegen 21:30 MESZ.

12. August 2026: Venus in Dichotomie

Die Venus ist zur Hälfte beleuchtet (Daten nach der Software Guide) und erscheint uns unter einem Winkel von 24 Bogensekunden.

15. August 2026: Venus in größter Elongation

Die Venus erreicht den größten östlichen Winkelabstand zur Sonne mit 46 Grad. Sie sinkt am Westhimmel allerdings auch immer tiefer.

15./16. August 2026: Mond unweit Venus

Der Mond weilt am Abend des 15. August weit rechts der Venus (7 Grad), am Abend des 16. weit links von ihr (6 Grad).

14. September 2026: Venus-Bedeckung am Taghimmel

Theoretisch wäre dieses Ereignis mit freiem Auge sichtbar - allerdings steht der alte Mond beim Bedeckungsbeginn nur 8 Grad hoch  im Südwesten: In Wien tritt er um 11:33 MESZ mit seinem dunklen (am  Taghimmel nicht sichtbaren) Rand vor den hellen Rand der Venus. Gegen  12:42 (Wien) tritt der helle Teil der Venus am hellen Mondrand aus,  etwas oberhalb des Mare Crisium. Jetzt hat der Mond wenigstens eine Höhe  von 16 Grad erreicht.

Vermutlich ließen sich Eintritt und Austritt sogar ganz einfach im Movie-Modus einer DSLR  filmen: Am besten durch ein starkes Tele. Prinzipiell kann man es aber  mit jeder Objektivbrennweite versuchen. Die korrekte Belichtung von  Venus und Mond ermittelt man am besten live - einige Minuten vor  Bedeckungsbeginn.

25. September 2026: Die Abendsichtbarkeit der Venus endet

Zu Dämmerungsbeginn steht die Venus ganz knapp über dem Westhorizont und versinkt alsbald. Damit ist die heurige Abendsichtbarkeit des Planeten Geschichte.
Alle Angaben ohne Gewähr!
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